Was dich diese Medizinerin über die Rettungsarbeit auf Lesbos wissen lassen möchte

Buzz ·Gepostet am 23. Okt. 2020 „Die Menschen, die so sehr an uns glauben wollen, die lassen wir derart fallen.“ Medizinstudentin Verena Würz hat auf Lesbos im Auffanglager Moria Geflüchtete in der Notaufnahme versorgt. Im BuzzFeed-Interview spricht sie über die Herausforderungen, die Situation im neuen Lager KaraTepe und darüber, wie sich andere einsetzen können. „In Moria Medizin zu machen, hatte was von Kriegsmedizin.“ BuzzFeed Während ihrer Arbeit in der Notaufnahme von Moria musste Würz Menschen betreuen, die Unfälle, Infektionskrankheiten oder schwerwiegende psychische Probleme erlitten hatten. Aufgrund der mangelnden Infrastruktur war der Einsatz für sich genommen schon eine Herausforderung. „Dann kam das Feuer“, erzählt sie. „Die Covid-positiven Patienten sind mit den anderen geflohen.“ Nun gebe es unter den Geflüchteten Hunderte Infizierte. „Das neue Camp kann einzig und allein den Zweck der Abschreckung haben, anders lässt sich das nicht erklären.“ „Ihr schafft es nicht nach Europa, versucht es gar nicht erst – das ist die Botschaft.“ „Man kommt ständig an seine persönliche Grenze, auch darin, das Leid zu ertragen.“ Dennoch gebe es auch schöne Momente, erklärt sie. BuzzFeed Ein Patient habe eine schwere Infektion am Auge gehabt, die ihn fast hätte erblinden lassen. Nach einer erfolgreichen Behandlung kam er später mit seiner Familie wieder, um sich bei Verena Würz zu bedanken. Solche Erlebnisse helfen ihr weiterzumachen, erklärt sie. „Also durch die ganze Hilflosigkeit und auch Hoffnungslosigkeit, was die Zukunft der Menschen geht.“ „Das ist ein Schicksal, das hat jemand erlitten.“ BuzzFeed Verena Würz zeigt sich zum Teil frustriert, was die Berichterstattung über die Zustände auf Lesbos angeht. Hinter klickwerten Schlagworten wie Folter, Gewalt und Verzweiflung verbergen sich echte Schicksale. „Wenn man die Menschen kennt, die einem diese Geschichte erzählen, kann einen das so derart zermürben. „Mit dem Feuer hat das Ganze große mediale Aufmerksamkeit und Unterstützung erfahren. Nichtsdestotrotz schwindet das Thema schon wieder.“ Hier kannst du dir das ganze Interview ansehen: BuzzFeed Daily Keep up with the latest daily buzz with the BuzzFeed Daily newsletter! Let's block ads! (Why?)

Was dich diese Medizinerin über die Rettungsarbeit auf Lesbos wissen lassen möchte

„Die Menschen, die so sehr an uns glauben wollen, die lassen wir derart fallen.“

Medizinstudentin Verena Würz hat auf Lesbos im Auffanglager Moria Geflüchtete in der Notaufnahme versorgt. Im BuzzFeed-Interview spricht sie über die Herausforderungen, die Situation im neuen Lager KaraTepe und darüber, wie sich andere einsetzen können.

„In Moria Medizin zu machen, hatte was von Kriegsmedizin.“

BuzzFeed

Während ihrer Arbeit in der Notaufnahme von Moria musste Würz Menschen betreuen, die Unfälle, Infektionskrankheiten oder schwerwiegende psychische Probleme erlitten hatten. Aufgrund der mangelnden Infrastruktur war der Einsatz für sich genommen schon eine Herausforderung. „Dann kam das Feuer“, erzählt sie. „Die Covid-positiven Patienten sind mit den anderen geflohen.“ Nun gebe es unter den Geflüchteten Hunderte Infizierte.

„Das neue Camp kann einzig und allein den Zweck der Abschreckung haben, anders lässt sich das nicht erklären.“

„Ihr schafft es nicht nach Europa, versucht es gar nicht erst – das ist die Botschaft.“

„Man kommt ständig an seine persönliche Grenze, auch darin, das Leid zu ertragen.“

Dennoch gebe es auch schöne Momente, erklärt sie.

BuzzFeed

Ein Patient habe eine schwere Infektion am Auge gehabt, die ihn fast hätte erblinden lassen. Nach einer erfolgreichen Behandlung kam er später mit seiner Familie wieder, um sich bei Verena Würz zu bedanken. Solche Erlebnisse helfen ihr weiterzumachen, erklärt sie. „Also durch die ganze Hilflosigkeit und auch Hoffnungslosigkeit, was die Zukunft der Menschen geht.“

„Das ist ein Schicksal, das hat jemand erlitten.“

BuzzFeed

Verena Würz zeigt sich zum Teil frustriert, was die Berichterstattung über die Zustände auf Lesbos angeht. Hinter klickwerten Schlagworten wie Folter, Gewalt und Verzweiflung verbergen sich echte Schicksale. „Wenn man die Menschen kennt, die einem diese Geschichte erzählen, kann einen das so derart zermürben.

„Mit dem Feuer hat das Ganze große mediale Aufmerksamkeit und Unterstützung erfahren. Nichtsdestotrotz schwindet das Thema schon wieder.“

Hier kannst du dir das ganze Interview ansehen:

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